Bouldern, Käse, Sonnenschein – Allgäu

Die beste Methode, seine Fortschritte in Punkto Fingerkraft abzufragen, ist an die Parkplatzwabd ins Allgäu zu düßen und sich dort den ,fast wie auf dem Tablett servierten, aber weltklasse Problemen zu stellen. Nachdem erstmal in Pango (8a/a+) die Grenzen meiner Schulterpower zu spüren bekommen habe und es mich ein paar Meter weiter an den Boulder Skalpell (8a+) verschlug, durfte ich überrascht feststellen, dass sich die Stunden am Beastmaker und dem Thalkirchner Campusboard gelohnt zu haben schienen. Nach wenigen Versuchen knackte ich im Durchstieg die für mich hefigste Stelle (fieser Zug an einen scharfen Zweifingersteller und noch fieserer Zug davon weg…). Bin auf jeden Fall mega motiviert fürs Allgäu und ganz ehrlich der Käse und die Aussicht dort lohnen sich ;)

Skalpell  (Fb 8a+)

Skalpell (Fb 8a+)

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3 Tage Tessin – die Techniksession zwischendurch

Supersizme

Da ich einen großen Teil meines Trainings dieses Jahr an den Fels lege, ergriff ich letzte Woche sofort die Gelegenheit und verpis****  ähh fuhr aus dem leicht verregneten Deutschland ins Tessin für eine Drei – Tages – Bouldersession. Neben einigen 7c´s gelang es mir den Boulder Supersizme (7c+) und das Willenbergdach (8a) relativ zügig abzuknipsen. Nach einigen systematischen Sätzen in Schwächenbouldern, hatte ich am letzten Tag noch ungefähr so viel Haut übrig dass man meine Hände noch als solche erkannte.

Willenbergdach slap power

Session in Kochel

Nach Jahren habe ich mich mal wieder an die Atlantiswand in Kochel gewagt und festgestellt, dass ich dort definitiv öfter sein werde… Nach dem ich mich am Panicroom-Block ausgetob hatte (Always ultra extra dry 8a, und Panicroom 7b+… und viele andere Kombies, die ich nicht mehr im Führer nachvollziehen konnte…) machte ich Bekanntschaft mit dem “Kühlschrank” . Fakt ist, ich muss da nochmal hin und zwar nicht nur einmal ! Die Frühsessions sind so gut wie gebucht ;)

Shot - Blocks von Clifbar...der hammer für die Energieschübe zwischendurch...

Shot – Blocks von Clifbar…der hammer für die Energieschübe zwischendurch…

Panicroom 7b+

Panicroom 7b+

Kaderlehrgang Ulm/ Neu-Ulm

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Jogastunde im “Einstein”

Die nächste Station war der Leadkader-Lehrgang in Neu-Ulm bzw. Ulm. Markus Hoppe hatte sich die Mühe gemacht uns einige harte Routen in den “Sparkassendom” zu schrauben und wir hatten die ehrenvolle Aufgabe einige Onsight oder Flash- Versuche in die Touren zu setzten. Dass dem Markus das Anforderungsprofil von Weltcup-Trainingstouren nicht unbekannt zu sein schien, merkte man ziemlich schnell an den kompromisslosen Zügen und harten Einzelstellen. Auf jeden Fall besten Dank dafür! Weiter ging es in die kleine aber feine Boulderhalle „Einstein“ vom Benky. Dort galt es einige harte Nüsse zu knacken und festzustellen, dass sich auch dort mit einigen Griffsets wie z.B Flathold und Co in der oberen Liga mitspielen lässt. Abgerundet wurde das Ganze mit einer Einheit Joga, was den ein oder anderen mal wieder spüren ließ, was für ein steifes Stück Holz er ist. Aber einen Eichentisch kann man schließlich auch nicht verbiegen und er hält stand ;)

Team-Scarpa

Team-Scarpa

Session die Erste

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Sooo die erste Felseinheit im Tessin habe ich inzwischen absolviert und mein Bewegungsreputare ordentlich gepimt. Im Fokus stand: Möglichst viele verschiedene Boulder zu klettern. In den nächsten Wochen geht es dann Richtung Maxkraft und ich bin jetzt schon gespannt, was dann alles abgeknipst werden kann ;)

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Sportsoldat der Bundeswehr

Da nun meine sechswöchige Grundausbildung beendet ist, darf ich mich jetzt im Rahmen der Sportfördergruppe der Bundeswehr auf eine hoffentlich erfolgreiche Saison freuen. Als Sportsoldat habe ich jetzt die Pflicht zu trainieren und dass natürlich dann auf den Wettkämpfen erfolgreich zu bestätigen. Diejenigen die mich kennen werden wahrscheinlich entsetzt den Kopf schütteln nach dem Motto… Oh nein! Er wird noch mehr trainieren..ob das gut geht … aber ich versichere ich habe einen Plan und lasse es jetzt ordentlich krachen! Mit an meiner Seite darf ich außerdem Petzl und Scarpa zählen sowie Clifbar für den heißen Hunger zwischendurch ;)

Also ab jetzt gilt nur noch Beastmode !!!DSC02547

Kranj versus Deutschlandcups

Acht Einheiten die Woche, Boulder und Krafttraining in der Früh und dazu jeweils 2-3 Stunden Ausdauertraining am Abend stellten meine Wettkampfvorbereitung vor dem Weltcup in Kranj dar. Da die Deutschlandcupserie die Wochen davor stattfand, konnte ich nicht immer perfekt ausgeruht an den Start gehen, aber dennoch in einem enorm fitten Leistungszustand. Umso ärgerlicher für mich, dass ich diese Cups nicht für mich entscheiden konnte, aber das zeigt wiedereinmal, das man nationale und internationale Wettkämpfe nicht miteinander vergleichen sollte obwohl diese oftmals die Qualifikationsgrundlage für internationale Wettkämpfe darstellen.

Dementsprechend angespannt fuhr ich die Tage darauf nach Kranj, den letzten Weltcup der Saison. Die Qualifikationstouren verliefen realitv sicher über die Bühne bzw. konnte ich von keinem Go behaupten er wäre besonders gut gewesen oder die Tour hätte mir gelegen. Eher im Gegenteil, weite körperkräftige Züge einmal und eine sehr technischer Platteneinstieg ein anderes Mal. Das ich mich schließlich als 18ter für das Halbfinale qualifizieren konnte erstaunte mich sogar letztendlich, aber zeigte mir auf jeden Fall wie viel fitter ich dem letzten halben Jahr geworden war. Solide in das Halbfinale zu klettern stellt schließlich die Grundlage für alle weiteren potenziellen Zielsetzungen im Weltcup dar. Das Halbfinale startete mit einer kleingriffigen Platte, führte dann zu einer Untergriffpasage in einen kleinen Überhang mit einer kniffeligen Einzelstelle, gefolgt von weiteren körperkräftigen Zügen die schließlich in einem Dachboulder mit anschließend campusboardähnlicher Austiegsplatte endeten. Der Plan war sofort klar: Schnell über die PLatte klettern, ohne dabei unnötig viel Kraft zu verschwenden, die Untergriffe kontrolliert und abermals schnell durchlaufen um möglichst frisch die Einzelstelle überklettern zu können. Schütteln war vlt. nach Auflösung der Einzelstelle möglich vlt. sogar noch davor.

Leider kam ich nicht so gut über die Platte wie ich es geplant hatte und war deshalb schon ein wenig angepumpt als ich zur besagten Schlüsselstelle ankam. Schnell entschied ich mich die Stelle durchzuhangeln und anschließend das Volumen zum schütteln umzudrehen. Doch beim Umdrehen der linken Hand verlor ich ein bisschen die Balance und kippte seitlich aus der Wand. Da wären definitiv noch ein paar Züge mehr drinnen gewesen, schoss es mir durch den Kopf als ich mich ausband.

Der daraus resultierende 16te Platz war definitiv eine Bestätigung, dass sich mein Training ausgezahlt hat und ich mich damit auf dem richtigen Weg befinde.