Dornbirn – ein kleiner Fitnesstest für die Saison

Am 23.03.2013 startete der erste internationale Wettkampf mit der Bodenseetrophy, einem Dreiländerwettkampf zwischen der Schweiz, Österreich und Deutschland in die Saison. Ein sehr früh gesetzter Wettkampf, da die internationale Saison erst im Juli mit den Weltcups startet. Dementsprechend niedrig war natürlich das Ausdauerlevel einiger Athleten, was mich nicht mit ausschloss. Die Begeisterung bei der frühmorgentlichen Wandbesichtigung hielt sich erst einmal in Grenzen, da sich die Veranstalter dieses Wettkampfes keine Mühe gemacht hatten, nach internationalem Maßstab die Qulaifikationstouren in eine komplett leere Wand zu setzten. Die Touren tummelten sich fröhlich zwischen anderen kommerziellen Kletterrouten, was im Wettkampfgeschehen selber, natürlich einige Fehltritte und Griffe provozierte. Die Touren an sich waren abwechslungsreich geschraubt und hatten einige „Rausfaller“ parat. Da ich zu der Zeit noch in der Aufbauphase gesteckt hatte und meine Seileinheiten dieses Jahr an der Hand abzählen konnte, ging ich mit dementsprechend mulmigem Gefühl an den Start. Doch mit fulminantem Krafteinsatz konnte ich in beiden Qualitouren über die Einzelstellen klettern und fiel beide Male kurz vor dem Top. Somit zog ich als 8. Platzierter vor 67 anderen Startern in das Finale ein.

timthumb.php

1. Qualifikationstour

Schon in der Isolation fühlte ich mich ziemlich müde und am Ende meiner Ausdauerreserven, was mir im Finale einen ziemlichen Kampf mit der Tour bescherte.  Die Finaltour begann mit einem Run- and Jump –Start, die restlichen ca. 25 Klettermeter  bestand aus weiten, eigentlich recht homogenen Zügen, was den Nachteil hatte schnell und kompromisslos „zuzulaufen“. Nach ca. der Hälfte gewann das Laktat in meinem Unterarm die Oberhand und ich musste den Weg nach unten antreten.

Meine Platzierung hatte sich nach der Qualifikation verschlechtert und so rutschte ich auf den 8. Platz ab. In der Deutschen Wertung wurde ich vierter bei den Herren und gewann zusätlich noch die Deutsche Juniorenwertung.

timthumb.php

Finale Dreiländercup Herren

Sinter, Sonne, St. Leger

Um den ungemütlichen Wetter in Deutschland zu entgehen, zog es mich in den Osterferien nach Süd Frankreich, genauer gesagt nach St. Leger. Kalk vom feinsten, lange Touren und jede Menge Sinter garantierten hier für pralle Unterarme.

Deutscher Juniorenmeister 2012 – ein wenig Glück im Unglück

Der letzte Deutsche Leadcup an dem auch die Deutschen Meister 2012 gekürt wurden stand unter keinem guten Stern. Schon in der ersten Qualifikationstour nahm ich eine Einzelstelle zu leicht und versuchte sie zu hangeln. Dabei kam ich aus dem Gleichgewicht und rutsche von dem Griff, an dem ich hing.

© Harald Gref

Das Resultat war 19ter nach der ersten Qualitour und damit eigentlich aus dem Rennen. In der zweiten Tour versuchte ich noch, mit allen Mitteln irgendwie das Finale zu erreichen aber scheiterte wie andere auch an einem dynamischen Zug kurz vor Top. Damit war ich zwar zweitplatzierter in der zweiten Qualitour, aber gesamt eben nur 11ter. Zu meiner Überraschung wurde ich aber dennoch Deutscher Junioren Meister. Naja..ein wenig Glück im Unglück.

Deutscher Meister Junioren 2012

© Harald Gref

Lead Weltcup Puurs 2012

Vom 22.- 23 September 2012 fand der Lead Weltcup in Puurs statt. Puurs liegt im Herzen Belgiens und ist jedes Jahr mit einer hohen Dichte an leistungsstarken Kletterern besetzt.

Mit einer gewissen Vorfreude, ging es vergangenem Freitag in die Qualifikationsrunden. Meine erste Tour bestand aus gefühlten 40 Klettermetern sowie einigen trickreichen Passagen mit kleinleistigen Griffen. In der Tour selber fühlte ich mich ziemlich gut, ich machte keinen Fehler bis ich bei ca. 3/4 der Tour an ein graues, rutschiges Volumen kam. Dort übersah ich einen taktisch wichtigen Tritt und konnte den darauffolgenden Untergriff nicht mehr abhalten. Mir ging die sogenannte “Tür” auf, was den Weg nach unten bedeutete.

In der zweiten Qualifikationstour bereitete mir Anfangs die Einstiegsplatte ein wenig Kopfzerbrechen. Doch beim Klettern selbst, entpuppte sie sich als weniger gefährlich.  Der darauffolgende Überhang, gespickt mit weiten Schnappern und wechselnden 3D Passagen machte mir mehr zu schaffen. Mir fehlten noch ca. 8 Züge bis zum Top, da gingen mir die Ober- sowie Unterarme auf. Als 24.ter zog ich ins Halbfinale ein.

Der Anfangs sonnige Samstag verwandelte sich bald in Regenschauer. Das hieß man musste sich gut Warmklettern um nicht schon nach den ersten fünf Zügen den Löffel abzugeben. Da ich gleich als dritter Starter an die Wand ging hatte ich Glück und musste mich nicht versuchen über Stunden warmzuhalten. Die Halbfinaltour sah ein wenig kompliziert aus und hatte es in sich. Trotzallem gelang es mir, die ersten Rausfaller sicher zu überklettern und so näherte mich dem ersten Schüttelpunkt. Doch proportional zum näher kommenden Rastpunkt froren meine Finger immer mehr ein. Die letzte Leiste vor der Rettung, einem gewaltigen Untergriff, konnte ich nicht mehr halten bzw. so halten wie ich es wollte und trat den Weg nach unten an.

© Weltcup Puurs

Ein wenig mehr wäre da sicherlich noch gegangen, aber mit Platz 18. kann ich erstmals sicherlich zufrieden sein.

© Bilder unterliegen den Rechten: Weltcup Puurs

Singapur – Jugendweltmeisterschaft – Finale

Da ich als Drittplatzierter vom Halbfinale ins Finale ziehen konnte, begann für mich um 22.00 Uhr der große Auftritt. Schon bei der Besichtigung war eines klar: Die Tour bestand aus ziemlich weiten, riskanten Schnappern. Nach einer Ewigkeit warten, war es dann endlich soweit: Für mich konnte es losgehen. Auf Sand lief ich zum Einstieg zur Tour und begann den Go mit einem kleinem Run- and – Jump. Anfangs fühlte ich mich mega gut bis ich zu einer schwierigen Klipp-Position kam. Mit dem vollen Körpereinsatz, sprich das Kinn hinter einen Griff zu klemmen, konnte ich gerade so diese Stelle meistern. Doch dann war leider Schluss mit dem Finale. Ein extrem weiter und schwieriger Zug, den ich in diesem gepumpte Zustand nicht mehr meistern konnte, bereitete mir ein Ende. Das Endresultat war demnach Platz 5.

Dieses Resultat war nicht wirklich enttäuschend aber leider auch keine Podiumsplatzierung, die ich mir erwünscht hätte. Dennoch bin ich stolz darauf, mich unter den besten Junioren der Welt als 5. ter etabliert zu haben.