Start in die neue Saison

Lange ist es her, der letzte Post. Nun inzwischen ist schon einiges passiert… letzte Woche fand ein Stützpunkttraining in Stuttgart statt, indem klar die Schwachstellen aber auch Stärken aufgezeigt wurden. Demnach wird nun in den folgenden Wochen die Trainingsplanung gerichtet…. ein paar kleine Eindrücke meines neuen Trainingspartners…den Ringen!

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Perm, irgdenwo zwischen Moskau und dem Ural

Ab gings nach Perm, der östlichsten Millionenstadt Russlands, zum Herren-Welcup. Schon das Visum zu beantragen, war ein spannende Sache. Unser Team bestand aus dem Bundestrainer Erwin Marz, Shorty und mir. Perm, eine Stadt mit vielen Gesichtern… bis 1991 für Ausländer nur mit Sondergenehmigung bereisbar, weißt Perm die höchste Kriminalitätsrate Russlands auf. Die Wettkampfstätte befand auf einem der vielen Olympiastützpunkte Russlands und hatte damit den entsprechenden Flair.

Die Schwierigkeit des Wettkampfes lag speziell hierbei auf den etwas zu leicht geschraubten Qualifikationstouren, was eine hohe Flash-Sicherheit vorraussetzte.Im Halbfinale jedoch übersah ich einen wichtigen Tritt und konnte damit, mir meinen perönlichen Anspruch nicht mehr gerecht werden. Das Ergebnis war letztendlich ein 25. Platz.

Die letzte Jugendweltmeisterschaft – Kanada

Nach einer guten und fast beendeten Wettkampfsaison  wollte ich euch auf den neuesten Stand bringen. Wie ihr wisst habe ich heuer meinen letzten internationalen Jugendwettkampf sowie die dazugehörige  Jugendweltmeisterschaft bestritten. Diese fand in Kanada bzw. in Saanich statt. Leider war die geplante Podestbesetzung meinerseits nicht in die Realität umzusetzen aber angesichts des starken Starterfeldes bin ich mit meinem 7. Platz dennoch zufrieden. World Youth Championship final

World Youth Championship final

Um die lokale Einzigartigkeit Kanadas zu nutzen, hängte ich zwei weitere Kletterwochen in dem berühmt-berüchtigten Squamish an. Mit meinem Vater hatte ich einen zuverlässigen und vertrauten Partner an meiner Seite. Kurz zur Lokation: Squamish ist reichliche 8000 Kilometer von Süddeutschland entfernt und stellt mit seinem ca. 700 Meter hohen Granitmonolith eine besondere Herausforderung für die weltweite Trad-Climbing Szene dar. Für mich ein ideales Trainingsgelände was die Grundlagenausdauer anbelangt, sowie die psychische Grenze auszutesten.

4. pitch Grand Wall

4. pitch Grand Wall

Anfangs bestanden unsere Kletterunternehmungen aus gemütlichen Mehrseillängentouren wie z.B „The Milk Road“ (5.10d) oder die „Grand Wall“ (5.11a) mit dem anschließendem „Roman Chimney“ (5.11d) , aber dies wurde proportional mit der Zeit immer heftiger, bis man sich schließlich bei Touren wie Freeway (5.11d) einfand.

Milk Road

Milk Road

Auf jeden Fall ist es eine wahnsinnige Erfahrung mit Friends und Klemmkeilen bewaffnet in einer 700 Meter hohen Granitwand unterwegs gewesen zu sein. Ich muss zugeben, nach dem Nervenkitzel, 20 Meter über dem letzten wackeligen Friend zu stehen, kann süchtig machen. Vorrausgesetzt es geht gut aus!