In den Osterferien ging es diesmal in “altes” Neuland, nach Buoux. Schwere Platten, körperkräftige Überhänge und Löcher die sehr an Frankenjura erinnern.Was gleich auffiel, Geschenkt bekommt man da nichts !
In den Osterferien ging es diesmal in “altes” Neuland, nach Buoux. Schwere Platten, körperkräftige Überhänge und Löcher die sehr an Frankenjura erinnern.Was gleich auffiel, Geschenkt bekommt man da nichts !
Nationalmannschaft Bouldern (Erwachsene) + C1 Jugendkader
Ein neues Konzept des DAV Trainerstabs sind unter anderem altersübergreifende Trainingslager, in welchen der Jugendkader (C1) mit den jeweiligen Teilen des Erwachsenen-Kaders trainiert.
Dazu ein Video von Udo Neumann :
Europacup Pau (Frankreich)
Am vergangenen Wochenende fand der vorletzte European Youth Cup für diese Saison in dem über 1450km entfernten Pau (Südfrankreich) statt. Diese nicht ganz einfache Anreise wurde mit einem sehr gut organisierten Wettkampf und einer Temperatur von 20°C belohnt.
Um 8 Uhr früh ging es dann los. Ich musste als erster in der Qualifikationsroute starten. Sehr nervös eröffnete ich in der sehr langen überhängenden Tour mit einem kräftig geschraubten Abschlussdach den Wettkampf. Nach ca. 3 ½ Minuten vollster Konzentration und Anstrengung, konnte ich wieder durchatmen. Ich hatte die erste Qualfikationsroute getoppt.
Viel Zeit um durch zu atmen hatte ich allerdings nicht, weil es für mich schon bald mit der 2 Tour weiterging. Diese rote Tour hatte es in sich. Ein schwerer Kreuzug auf eine Leiste, die eigentlich nichts war. Von diesem „Nichts“ musste man dann ziemlich weit hoch ziehen, was mit einer Größe von 1,66 gar nicht so einfach war. Doch zum Glück meisterte ich auch diesen Zug und kämpfte mich mit schon ziemlich viel Laktat in den Armen Griff für Griff höher. Ziemlich platt viel ich im oberen Drittel von der Wand. Dies bedeutete Platz 5 nach der Qualifikation und abwarten, was das Finale am nächsten Tag für mich bereit hält.
Das Finale war sehr spektakulär geschraubt. Die orangene Linie erstreckte sich über eine sehr lange überhängende Wand, querte dann durchs Dach über ein Paar Volumen bis an eine Kante, von welcher man anschließend in die Ausstiegsplatte kletterte. Ziemlich zügig und doch noch recht frisch kletterte ich in die Ausstiegsplatte. Mir fehlten nur noch ein paar Züge bis zum Top. Doch plötzlich wusste ich nicht mehr wie ich weiterklettern sollte, mir fehlte ein Tritt. Während ich fieberhaft überlegte, bildete sich immer mehr Laktat in meinen Armen und ich musste den Weg nach unten antreten.
Schade, aber so war es leider. Ursprünglich stellte ich Platz 3 mit meiner Höhe da. Doch dann wurde ein Einspruch von den Franzosen eingelegt. Warum? Sie meinten, dass ihr Athlet den nächsten Griff noch berührt hat und ich nur hingezogen habe. Da der Einspruch stattgegeben wurde, bin ich auf den vierten Platz abgewertet worden. Mit allein einem Griff mehr, wäre ich schon Zweiter geworden. Platz eins ging an den Jugendweltmeister Domen Skofic (SLO) vor Thomes Joannes (FRA) und Mael Bonzom (FRA).
In einer Woche steht das Finale der Europacup Youth Series in Kranj an, bei der es nochmal gilt alles zu geben. Mit etwas Glück könnte ich dort das Podest in der Gesamtwertung, die sich aus den Europacups in Edinburgh (GBR), Veliko Tarnavo (BUL), Imst (AUT), Pau(FRAU) und Kran j(SLO) zusammensetzt, erreichen.
Anbei möchte ich mich noch bei meiner Sektion München Oberland bedanken, die es mir ermöglicht hat, in Pau starten zu können.
Letztes Wochenende fand die für mich die Saison abschließende Deutsche Meisterschaft statt. Samstag ging es für mich in der Kategorie Herren los. Beim Halbfinale hatte ich einen guten „GO“ und konnte als 4. Platzierter ins Finale einziehen. Beim Finale stieg meine Anspannung und ich merkte so langsam wie sehr mir die Saison in den Knochen lag. Ein gutes Beispiel dazu ist David Firnenburg, der mit Sicherheit als ein Favorit galt, und sowie bei den Herren als auch bei der Jugend nicht ins Finale einziehen konnte. Mit 25 harten Wettkämpfen , darunter 12 Internationalen war bei ihm einfach Schluss. Im Finale, lief mir die Tour nicht mehr so rein und ich musste schon früh an einer trickreichen Schlüsselstelle den Löffel abgeben. Platz.8. Um so mehr freute es mich für Sebastian Halenke, der sich mit 16 Jahren als jüngster Deutscher Meister feiern lassen durfte.
Der folgende Sonntag konnte ja nur besser werden und ich zog nach dem Halbfinale als 1. Platzierter ins Finale ein. Dort arbeitete ich mich durch das lange Dach von Wuppertal bis mich auch, nach ca. 3/4 der Tour, die Kräfte verließen. Als letzter Starter bekommt man ja sogleich mit, ob man gewonnen hat, aber das war diesmal leider nicht der Fall, Jonas Winter aus Barmen, kam noch einen Griff weiter und sicherte sich so den Deutschen Meistertitel in der Jugend. Für mich blieb somit der Deutsche Vizemeistertitel übrig. Dritter wurde Sammy Adolph ein Sektionskollege aus München.
Mein allerster Weltcup überhaupt. Man war ich gespannt. Am Freitag begaben wir uns auf den Weg ins belgische Puurs. Am Anfang konnte ich gar nicht aufhören zu staunen. Vor mir eröffnete sich eine beeindruckende Wettkampfwand. Sehr lang , sehr steil und sehr wenige, schlechte Griffe… Beim Betrachten meiner Qualifikationstouren fiel mir auf, dass hatte mit „Ich geh mal ein bisschen Klettern und ab und zu ins Training“ gar nichts mehr zu tun. Ich hatte schon Angst nicht bei der ersten Exe anzukommen. So problematisch stellte sich es dann allerdings nicht heraus.
Als 13. Starter ging es für mich in meine erste Herren Weltcup Quali Route. Wie sie war? Weite zwingende Züge, keine Rastpunkte und verlangte alles an Können und Konzentration ab. Bei ca. der Hälfte der Tour verließen mich meine Kräfte. Resultat Platz 26, womit ein Halbfinaleinzug noch offen gewesen wäre, wäre da nicht die zweite Qualifikation gewesen…
Lediglich Romain (FRA) und Schubert (AUT) konnte diese toppen, was für ihre Schwierigkeit spricht. Bei ca. 1/3 der Tour war Schluss. Das hieß Platz 32 in der 2. Tour und damit kein Halbfinale.
Mit Platz 31 behalte ich meinen ersten Weltcup als durchaus positive Erfahrung in Erinnerung und freue mich auf einen weiteren Mitte November in Kranj.
Mein Fazit dazu: Christoph, da musst du noch viele Hefebrote essen